Zeit zur Ruhe zu kommen

weil die schönen Dinge des Lebens keine Eile kennen ...

Zeit sich seinem Körper zu widmen

weil die schönen Dinge des Lebens keine Eile kennen ...

Zeit sich seinem Geist zu widmen

weil die schönen Dinge des Lebens keine Eile kennen ...

Zeit sich seinen Sinnen zu widmen

weil die schönen Dinge des Lebens keine Eile kennen ...

Zeit sich einfach fallen zu lassen

weil die schönen Dinge des Lebens keine Eile kennen ...

Sonntag, 29. Januar 2012

Staubiger Wohlfühlwohnraum

Bei ungünstiger Wetterlage wird immer wieder davor gewarnt und kann durchaus auch direkt auf unsere Atemwege einwirken, egal wie gesund wir sind: Der Feinstaub. Speziell während der langen Trockenphase im letzten Drittel des vergangenen Jahres, hat der Feinstaub zahlreichen Städten in Europa zu schaffen gemacht. Allerdings ist der sogenannte Feinstaub, auch für den Wohnraum immer mehr zum Problem geworden. Feinstaub entsteht bei Verbrennungen jeglicher Art. Speziell die traditionellen Küchenöfen aus den 50er und 60er Jahren, können wir damit in Zusammenhang bringen. Allerdings war damals die Bautechnik anders, und die Häuser waren nicht so stark isoliert. Das bedeutet, es herrschte reger Luftaustausch und die Feinstaubbelastung erreichte nur selten ein belastendes Niveau. Doch in den letzten Jahren wurde verstärkt auf die Dämmung unserer Wohnräume geachtet, um kostbare Energie zu sparen. Damit entstand aber das neue Problem, des Wohnraum Feinstaubes. Durch den fehlenden Austausch durch undichte Fenster etc., wird es wichtiger sich dieses Problems bewusst zu werden. Studien haben gezeigt, dass dabei in Innenräumen teilweise stärkere Feinstaubbelastungen gemessen wurden, als unter freiem Himmel. Nachdem wir durchschnittlich 90% unserer Zeit in geschlossenen Räumen verbringen, ist diese Information durchaus relevant.



Doch zunächst ist interessant, was genau den Feinstaub im Wohnraum verursacht: Zunächst natürlich jegliche Arten von Feuerstelle, wie Kamine und Kachelöfen. Ein weiterer "Feinstaub - Produzent" ist die Kerze. Dabei gehen Fachleute davon aus, dass Kerzenrauch ähnlich schädlich sein soll wie Tabakrauch. Nur dass die Partikel des Kerzenrauchs kleiner sind und leichter in das Lungensystem eindringen können und damit Reaktionen auslösen können. Des weiteren sind auch alte Drucker, sowie alte Staubsauger nicht zu unterschätzen. Das soll jetzt nicht bedeuten, dass man auf die wohlige Wärme seinen Kachelofens oder auf die romantische Beleuchtung durch Kerzenschein verzichten muss. Durch regelmäßiges Stoßlüften und regelmäßiges feuchtes Abwischen von Möbeln und Boden, kann diese Belastung gut in den Griff bekommen werden. Wenn sie mich fragen, habe ich mit dieser Information durchaus einige Aha-Effekte erlebt und endlich verstanden, warum gerade im Winter die best beheizte Wohnung nicht gegen Atemwegserkrankungen schützt.

Sonntag, 22. Januar 2012

und es gibt sie doch - die gesunde Süsse

Das neue Jahr hat begonnen und mit ihm auch die guten Vorsätze für 2012. Noch vor den Weihnachtsfeiertagen hat die EU einen Süßstoff erlaubt, der für den ein oder anderen Neujahrsvorsatz durchaus nützlich sein kann: das pflanzliche Süßungsmittel Stevia. Aber für was genau ist dieser Süßstoff gut und was unterscheidet ihn vom bewährten Zucker? Stevia enthält weniger Kalorien, ist für Diabetiker geeignet und - man kann es kaum glauben - schadet unseren Zähnen nicht. In den USA ist der Süßstoff bereits seit 2009 erlaubt. Die EU hat ihn unter der Bezeichnung "Steviolglykoside E 960" mit zweitem Dezember 2011 nun auch in die europäischen Supermärkte gebracht. Allerdings bedeutet das nicht, dass zukünftig ohne Bedenken genascht und gesüßt werden kann. Denn der Einsatz des Süßstoffes ist begrenzt, weshalb die Hersteller den neu erlaubten Inhaltsstoff mit dem herkömmlichen Zucker mischen müssen, um die gewohnte Süße zu erreichen. Der einzige Vorteil: es sind insgesamt weniger Kalorien in Stevia Produkten enthalten. Ein kompletter Ersatz durch Stevia, wäre für Industrie und Konsumenten vermutlich auch ein zu großer Schock, weil Stevia eine andere Süße hat und auch einen etwas bitteren Nachgeschmack haben kann. Außerdem wird diese neue Kostbarkeit mit Hilfe von chemischen Verfahren aus der Pflanze extrahiert und darf deshalb nicht als "absolut" natürliche Alternative verstanden werden.



Doch es gibt einen Plan B, wie die Pflanze unseren Alltag durchaus positiv beeinflussen kann: machen wir es einfach wie die Ureinwohner in Südamerika. Dort wird seit Jahrhunderten die Pflanze, durch einfaches Trocknen haltbar gemacht und zum süßen von Tee und als Mittel gegen Magenschmerzen verwendet. Die Pflanze wird nur 50 - 100 cm groß und passt in jede Wohnung. Hauptsache sie bekommt genug Wärme und Feuchtigkeit. Bei Liebhabern der Steviasüße wird die Wirkung auf diese Art schon seit deren Entdeckung im 19. Jahrhundert genutzt (mehr Informationen). Die gesunde Süße ist auf jeden Fall ein solches Abenteuer wert.

Dienstag, 10. Januar 2012

Inhaltsstoffe ABC - Parabene

Parabene waren in den letzten Jahren einer der umstrittensten Inhaltsstoffe der Nahrungs-und Kosmetikindustrie. Diese "Ester" stammen aus der organischen Chemie und sind keine natürlichen Inhaltsstoffe, werden aber für Nahrungsmittel und Kosmetik stark eingesetzt. Dabei dienen sie als Zusatzstoffe bzw. Konservierungsstoffe und unterstützen die Schaumentwicklung bei Kosmetika. Lange gab es auch kein Aufsehen um diese Inhaltsstoffe - bis 2004 in einer Studie Paraben Ablagerungen in Brusttumoren gefunden wurden. Die deutsche Krebsgesellschaft hat schnell reagiert und eine Warnung herausgegeben. Aber was genau soll die Parabene krebsfördernd machen? Parabene sollen eine ähnliche Struktur wie das Hormon Östrogen aufweisen, die sich eben auf die Tumorbildung negativ auswirkt, aber auch auf Kinder und beispielsweise Friseuren, die viel mit solchen Produkten in Berührung kommen, negativ auswirken kann (zur ZDF Reportage zu diesem Thema). Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat im Jänner 2011 eine Stellungnahme zum Thema abgegeben und angeführt, dass Methyl- und Ethylparabene bis zu einer Konzentration von 0,4 % ungefährlich eingestuft werden können und Butyl- und Propylparabene bis zu einer Konzentration von 0,19%. Diese vier Ester sind die meistverwendeten in Nahrungs-und Kosmetikindustrie(weitere Informationen und Studien zu Parabene). Was bedeutet das für den Konsumenten? Es wird generell geraten auf möglichst parabenfreie Kosmetika umzusteigen und wenn nicht, doch zumindest darauf zu achten, dass möglichst wenig enthalten ist. Einfach zu erkennen an der Anreihung der Inhaltsstoffe - umso weiter vorne ein Inhaltsstoff angegeben ist, umso mehr davon ist im Produkt enthalten. Dass Parabene verstärkt allergische Reaktionen hervorrufen können, hat sich in Studien nicht bestätigt. Sie gelten, zumindest während der Anwendung, als gut verträglich. 

Freitag, 6. Januar 2012

Bittere Heilung auf süße Verführung

Die Feiertage sind mehr oder weniger überstanden und mit ihnen auch zahlreiche Speisen und Kekse verzehrt. Allerdings hat die festtägliche Schlemmerei längere Wirkungen als ein unbeschreibliches Völlegefühl. Der Magen ist überfodert mit zu vielen nahrhaften Speisen und braucht gerade in solchen Ausnahmesituationen Hilfe. Natürlich gibt es zahlreiche Präparate bei Arzt und Apotheker. Aber eines der effektivsten Mittelchen steht möglicherweise auch in Ihrem Spirituosenlager. Der Enzianschnaps. Ob man die bittere Wurzel nun in Form eines Schnapses, als Tee, Pulver oder Tinktur zu sich nimmt, spielt keine Rolle. Ein wichtiges Qualitätsmerkmal in diesem Zusammenhang ist lediglich der starke bittere Geschmack. Dieser bittere Geschmack ist charakteristisch für genau diese Merkmale des Krautes, die die Produktion von Magensaft anregen und damit die Verdauung unterstützen. Diese Wirkung wurde bereits im 13. Jahrhundert dokumentiert und hat sich, speziell im Alpenraum bis heute gehalten. Allerdings steht der gelbe Enzian unter strengem Naturschutz. Aus diesem Grund wird die majestätische Pflanze, die eine Höhe von bis zu 150 cm erreichen kann, speziell für die Schnaps- und Teeproduktion angebaut. Bis die Wurzeln allerdings wirklich erntereif sind, dauert es sehr lange. Denn die Pflanze wächst, wie viele Pflanzen der Bergregionen, sehr langsam und erreicht unter normalen Umständen auch ein beachtliches Alter: bis zu 60 Jahre ist eine Pflanze Teil ihrer Umgebung. Ihre ersten Blüten trägt sie erst im Alter von zehn. Aus diesem Grund ist es auch umso wichtiger, dass auf Wanderungen nicht willkürlich Pflanzen gepfückt werden. Denn die Pflanzenwelt der Alpen birgt Potential und braucht seine Zeit, um dieses uns dann auch zur Verfügung stellen zu können. Denn geerntet werden nur sehr alte Pflanzen, deren Wurzeln auch ihre maximale Größe erreicht haben. Der gelbe Enzian ist ein Naturjuwel und es soll deshalb auch darauf geachtet werden, dass kein Schnaps bei Schwarzbrennereien gekauft wird, weil hier keine reglementierte Ernte des wildgewachsenen gelben Enzians garantiert werden kann. Zur Kontrolle des Schutzes der Pflanzen wird die Bergwacht in jedem Bundesland in Österreich herangezogen.



Haben Sie möglicherweise schon einmal den Enzian gesehen oder den bitteren Schnaps getrunken? Denn auch wenn er bei Magenbeschwerden hilft - auch für der erfahrendste Schnapsgenießer kann sich beim Enzianschnaps ein Zusammenziehen aller Gesichtsmuskeln nicht verhindern lassen.