Samstag, 9. Juni 2012

Stechende Sommerboten - Gelsenstecker

Mit dem Sommer kommt nicht nur bei uns mehr Leben auf: Auch Insekten aller Art beehren ihre Umwelt wieder mit ihrer Anwesenheit. Das können sie auch gerne - so lange sie nicht in unsere Häuser oder auf unsere Haut kommen. Was für Möglichkeiten sich vor den stechenden Biestern zu schützen gibt es und helfen sie auch? Sehr kontroverse Diskussionen gibt es bei den Gelsensteckern. Diese muss man einfach in die Steckdose stecken und dann einschalten. Durch die Wärme die entsteht, verdampft der Wirkstoff Pyrethrum, der hauptsächlich in Gelsensteckern zu finden ist. Dabei handelt es sich um einen Wirkstoff aus der Chrysanthemenblüte.



Der Stoff dringt in das Nervensystem der Gelsen ein und löst bei ihnen Koordinationsstörungen aus. Das tötet sie nicht, sondern hält sie einfach nur fern. Doch der Stoff ist bei ständigem Kontakt auch für uns Menschen nicht unbedenklich und kann zu Haut- oder Schleimhautreizungen führen, begleitet von ähnlichen Symptomen wie der Schnupfen. Außerdem können auch Übelkeit und Kopfschmerzen hervorgerufen werden. Deshalb ist es wichtig, ein paar Faustregeln in diesem Zusammenhang zu beachten: Die Räume, in denen die Stecker verwendet werden, sollten immer gut gelüftet sein und Risikogruppen - Kleinkinder, Allergiker und Schwangere - sollten auf die Nutzung der Stecker weitgehend verzichten und nicht mit dem Wirkstoff in Kontakt kommen. Vor regelmäßiger Nutzung ist auch deshalb abzuraten, weil die Gelsen sich an den Stoff gewöhnen können und er dann wirkungslos wird. Eine effiziente permanente Lösung des Problems - speziell für die Nachtstunden - ist ein Netz vor dem Schlafzimmerfenster und den Gelsenstecker in der Kommode - man weiß ja nie.

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