Dienstag, 8. Mai 2012

Inhaltsstoffe ABC - Formaldehyd

Dieser chemische Stoff findet sich nicht nur in der Kosmetik, sondern auch in Waschmitteln, Geschirrspülmitteln und Papierhygiene Artikeln wieder. Dabei ist der Gehalt von Formaldehyd streng reglementiert: es darf bei einem Massenanteil nicht mehr als 0,2% in einem Produkt enthalten sein. Dabei muss bei Produkten, die mehr als 0,1% dieses Stoffes enthalten, konkret auf der Verpackung ersichtlich darauf hingewiesen werden. Formaldehyd ist deshalb streng reglementiert, weil es Allergien, Haut-, Augen- und Atemwegsreizungen auslösen kann. Bei ständigem Kontakt mit dem Stoff wirkt er krebserregend und kann Konzentrationsschwächen, Gedächtnisbeeinträchtigungen oder Schlafstörungen auslösen. Trotzdem ist Formaldehyd ein sehr wichtiger Ausgangsstoff in der Chemie für andere Verbindungen. Beispielsweise bei Impfstoffen oder bei Kunststoffen findet sich Formaldehyd als Ausgangspunkt. Aber auch zahlreiche andere Produkte benötigen diesen Stoff als Grundlage für die Produktion (Klebstoffe, Süßstoffe, Düngemittel ect.). Früher wurden solche Abspaltungen auch vermehrt als Desinfektionsmittel oder Konservierungsmittel in kosemtischen Produkten angewendet. Aktuell werden schätzungsweise allerdings nur mehr 12% der Produkte mit Formaldehyd - Abspaltungen konserviert. Diese werden mit sogenannten INCI Bezeichnungen angegeben. Dabei sind drei solcher Abspaltungen auch in Kosmetika erlaubt: DMDM-HYDANTOIN, QUATERNIUM-15 und SODIUM HYDROXMETHYLGLYCINATE. Diese können allerdings auch durch andere Bezeichnungen in Produkten angegeben werden: Imidazolidinyl-Harnstoff, Imidazoidynil-Urea, Bronidox, 5-Brom-5-Nitro-1,3-Dioxane, Diazolidynyl-Harnstoff, Diasolidynyl-Urea. Allerdings ist die Nutzung in der Kosmetik, aufgrund der potentiellen Hautreizung und anderer negativer Nebenwirkungen rückläufig. Besonders zu achten ist auf Nagelpflege Produkte, weil hier die Nutzung im Vergleich noch höher liegt. Ein weiterer Bereich, indem der Stoff negative Auswirkungen haben kann ist bei Möbeln als Klebstoff. Denn dabei ist leicht möglich, dass der Stoff ausdünstet und damit dann die zuvor beschriebenen Reaktionen auslösen kann.

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