Dienstag, 10. Januar 2012

Inhaltsstoffe ABC - Parabene

Parabene waren in den letzten Jahren einer der umstrittensten Inhaltsstoffe der Nahrungs-und Kosmetikindustrie. Diese "Ester" stammen aus der organischen Chemie und sind keine natürlichen Inhaltsstoffe, werden aber für Nahrungsmittel und Kosmetik stark eingesetzt. Dabei dienen sie als Zusatzstoffe bzw. Konservierungsstoffe und unterstützen die Schaumentwicklung bei Kosmetika. Lange gab es auch kein Aufsehen um diese Inhaltsstoffe - bis 2004 in einer Studie Paraben Ablagerungen in Brusttumoren gefunden wurden. Die deutsche Krebsgesellschaft hat schnell reagiert und eine Warnung herausgegeben. Aber was genau soll die Parabene krebsfördernd machen? Parabene sollen eine ähnliche Struktur wie das Hormon Östrogen aufweisen, die sich eben auf die Tumorbildung negativ auswirkt, aber auch auf Kinder und beispielsweise Friseuren, die viel mit solchen Produkten in Berührung kommen, negativ auswirken kann (zur ZDF Reportage zu diesem Thema). Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat im Jänner 2011 eine Stellungnahme zum Thema abgegeben und angeführt, dass Methyl- und Ethylparabene bis zu einer Konzentration von 0,4 % ungefährlich eingestuft werden können und Butyl- und Propylparabene bis zu einer Konzentration von 0,19%. Diese vier Ester sind die meistverwendeten in Nahrungs-und Kosmetikindustrie(weitere Informationen und Studien zu Parabene). Was bedeutet das für den Konsumenten? Es wird generell geraten auf möglichst parabenfreie Kosmetika umzusteigen und wenn nicht, doch zumindest darauf zu achten, dass möglichst wenig enthalten ist. Einfach zu erkennen an der Anreihung der Inhaltsstoffe - umso weiter vorne ein Inhaltsstoff angegeben ist, umso mehr davon ist im Produkt enthalten. Dass Parabene verstärkt allergische Reaktionen hervorrufen können, hat sich in Studien nicht bestätigt. Sie gelten, zumindest während der Anwendung, als gut verträglich. 

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen