Schließen Sie ihre Augen und stellen Sie sich vor, Sie betreten nach einer langen Wanderung eine alte Bauernstube und spüren, wie der Holzboden unter ihren Beinen knirscht, das Holz im Kamin knistert - und der herrliche Geruch von Zirbe in ihre Nase steigt. Niergendwo schmeckt der Glühwein so gut wie dort und - es schläft sich offensichtlich auch ausgezeichnet in Zirbenbetten. Wie Studien gezeigt haben, reduziert sich die Herzfrequenz beim Schlaf in Zirbenbetten stärker, als bei anderen Schlafmöglichkeiten. Damit trägt das Holz zur ausgiebigeren Nachtruhe bei. Was viele Alpenfans bereits seit langem wussten, hat sich also bestätigt. Aber woran liegt es, dass die Zirbe eine so beruhigende und wohltuende Wirkung auf uns hat? "Die Königin der Alpen" wächst sehr langsam und in einer Höhe ab 1400 Seemetern. In diesen Gebieten braucht sie viel Kraft und Energie, um auch den Witterungsbedingungen standhalten zu können. Diese Kraft bündelt sich in ihrem Holz und zeigt sich unter anderem im Wirkstoff Pinosylvin, der noch jahrelang nach der Verarbeitung des Holzes darin zu finden ist. Er gibt dem Zirbenholz seinen typischen Geruch und schreckt Insekten, Pilze und Bakterien ab. Warum sich dieser Wirkstoff so lange hält und die Zirbe auf unseren Schlaf eine solche Wirkung hat, lässt sich alleine damit allerdings nicht erklären. Außerdem wurde sie zu Beginn auch nicht wegen dieser Wirkung verwendet: Zur Wohnraumverschönerung wurde die Zirbe eigentlich hauptsächlich wegen ihrer schönen Zeichnung und Farbe abgeholzt. Außerdem hat sie ein sehr weiches Holz und eignet sich deshalb sehr gut zur Weiterverarbeitung. Auch dem Zirbenschnaps, der mit seiner goldbraunen Farbe ein etwas anderes Destillat im Alpenraum darstellt, wird eine heilende Wirkung nachgesagt - allerdings hat sich das noch nicht wissenschaftlich bestätigt. Die Zirbe bleibt also ein Geheimnis der Alpen. Mit ihrer heroischen Größe von bis zu 25 Metern und der, von den Witterungen gezeichneten Rinde beeindruckt sie bereits Wanderer und wird auch zukünftig das Leben im Alpenraum mitgestalten.
Haben Sie vielleicht auch schon Erfahrungen mit der Zirbe gemacht?





1 Kommentare:
Den Zirbenwald in die gut Stube holen - ganz einfach Hobelspähne aus Zibenholz mit einpaar Tropfen naturreinem Zirbenöl beträufel und als Duftschale aufstellen. Das gleiche in ein Stoffsäckchen füllen ergibt ein wunderbares Duftkissen. Ich liebe den Zirbenduft!
Berta
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